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Tischa Be'aw

Abgesehen von den fünf Verboten zu Tischa Beaw, die auch von Jom Kippur bekannt sind, ist eine der schwierigsten Einschränkungen des Fasttages das Verbot, andere zu grüßen. Das inkludiert auch Grüße wie "Guten Morgen" oder "Schawua Tow." Wird man von jemandem gegrüßt, der diese Halacha nicht kennt, soll man den Gruß ohne eine Grußformel und ohne viel Aufhebens erwidern. Dies sind die gleichen Bestimmungen wie für ein Trauerhaus.
Wir trauern zu Tischa Beaw wegen der Zerstörung der Tempel, insbesondere der des 2. Tempels. Der Grund für dessen Zerstörung war grundloser Hass zwischen den Leuten. Es stellt sich die Frage, ob es angesichts dessen nicht angebracht wäre, einander besonders viel und deutlich zu grüßen, um die Sünde, die zur Zerstörung geführt hat, wiedergutzumachen?
Wenn es zwischen zwei Leuten eine Anspannung gibt und der eine den Gruß des anderen nicht erwidert, lässt es den anderen mit einem unguten Gefühl zurück, während der erste davon möglicherweise gar nichts mitbekommt. Zu Tischa Beaw wird dieser Person aber merken, wie unangenehm es ist, nicht gegrüßt zu werden. Doch sofort nach Tischa Beaw kann diese Person und können wir, nachdem wir uns bewusst geworden sind, wie wichtig es für Menschen ist, gegrüßt zu werden, bewusst unsere Mitmenschen grüßen.

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Dewarim

Die Tora betont bei Mosches kritischer Ansprache an das Volk, dass diese "zu ganz Israel" gesprochen wurde. Mosche kritisierte hier nämlich das Volk für diverse Vergehen in den vergangenen 40 Jahren. Wären nicht alle anwesend gewesen, hätten die Abwesenden nachher sagen können: Wären wir dabei gewesen, hätten wir uns in dieser oder jener Art rechtfertigt. Damit wirklich alle die Kritik akzeptieren und annehmen, war es wichtig, dass alle anwesend waren. Wenn nun jemand meinte, er hätte etwas zu den Vorwürfen zu sagen, konnte er dies sofort tun. Damit war anschließend allen klar, dass Mosches Kritik gerechtfertigt war.
Eine andere Erklärung betont die besondere Qualität von Mosches kritischer Ansprache. Es ist sehr schwierig, zu einer vielfältigen Zuhörerschaft zu sprechen. So zu sprechen, dass Gelehrte und Ungelehrte, Junge, Alte, Männer, Frauen, Kinder einen alle verstehen und andererseits von der Ansprache ergriffen werden, ist kaum zu erreichen. Doch Mosche sprach "zu ganz Israel".
Nebenbei zeigte uns Mosche auch, wie man konstruktiv Kritik üben kann. Wird jemandem sein schlechtes Verhalten einfach nur vorgeworfen, wird der kritisierte sich meistens angegriffen fühlen und als Gegenreaktion Ausreden und Rechtfertigungen finden. Stattdessen erwähnte er nur die Orte, an denen die Sünden begangen wurden. Jeder konnte für sich selber auflösen, was dort war und verstehen, dass er kritisiert wird. Doch da keine Kritik ausgesprochen wurde, gab es keinen Anlass für eine emotionale Gegenreaktion.
Doch Mosche sprach wie gesagt "zu ganz Israel", und dennoch war die Rede für alle geeignet. Nicht jeder hat die angedeutete Kritik in der gleichen Art verstanden. Die einen verstanden den einfachen Sinn: Die Orte und die damit verbundenen Sünden. Andere konnten Andeutungen finden, zum Beispiel in der Reihenfolge der Erwähnungen. Ein bekanntes Beispiel sind die Episoden mit dem Goldenen Kalb und der Revolte Korachs, die in verkehrter Reihenfolge erwähnt sind. Eine bekannte Erklärung des Gaon von Wilna besagt, dass die Zehn Gebote im Singular formuliert sind. Das Volk konnte also nach der Sünde mit dem Goldenen Kalb anführen, dass das Verbot des Götzendienstes ja nur in der Einzahl an Mosche gerichtet wurde. Das Volk sündigte also gar nicht. Erst durch die Revolte Korachs, in deren Verlauf als Argument angeführt wurde, dass ja alle die Zehn Gebote am Berg Sinai hörten und damit heilig sind, wurde die Rechtfertigung hinfällig und die Episode mit dem Goldenen Kalb war rückwirkend doch eine Sünde. Daher steht zuerst die Andeutung an Korach und dann erst die an das Goldene Kalb.
In den 1920-Jahren plante der Chafez Chaim nach Israel zu gehen. Sein Schwiegersohn, der für ihn dort eine Wohnung finden sollte, berichtete ihm nach seiner Rückkehr, dass es in Israel noch zwei Dinge aus der Zeit der Zerstörung des Zweiten Tempels gibt: Die Westmauer des Tempelkomplexes, sowie den grundlosen Hass, der der Grund für die damalige Zerstörung war. Dieser grundlose Hass ist also tatsächlich etwas, dass länger als alles andere überlebt hat. Dies ist auch darin angedeutet, dass das Goldene Kalb und die Revolte Korachs am Ende der Aufzählung Mosches stehen, obwohl sie chronologisch nicht die letzten Sünden waren. Denn wie bei der Revolte war auch beim Goldenen Kalb die größte Katastrophe die Uneinigkeit und der Hass innerhalb des Volkes. Neben dem großen Kalb, das Aharon machte, hatte jeder Stamm noch ein eigenes Goldenes Kalb, da sich das Volk nicht einmal in der Sünde einig war.

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Kidduschim & Se'uda Schlischit

Die Misrachi bieten Ihnen die Möglichkeit, aus Anlass einer Jahrzeit oder eines
freudigen Ereignisses (z. B. Geburt oder Geburtstag) den Kiddusch oder die Se’uda
Schlischit zu spenden.

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Schabbatzeiten 5786

Sie können die Liste mit Zeiten für alle Schabbatot und Feiertage für das Jahr 5786 als PDF-Datei herunterladen, genauso wie die Liste der halachischen Zeiten (Smanim) für das ganze Jahr.

Weiterlesen: Schabbatzeiten 5786

  • Kosher Guide der Misrachi Österreich

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Publikationen der Misrachi

Die Misrachi-Weltbewegung gibt sowohl monatlich als auch wöchentlich Zeitschriften mit inspirierenden und lehrreichen Aufsätzen zu allen möglichen Themen, die Judentum und Israel betreffen, auf Englisch heraus. 

HaMizrachi - Published in Jerusalem - Distributed around the World

Hamizrachi Parasha Weekly

Hamizrachi Parasha Weekly für Kinder auf Deutsch

Aktuelle Tfilahzeiten

18. Juli 2026 – 24. Juli 2026


Freitag
19.00 Uhr - Mincha, Kabbalat Schabbat, Ma'ariw
19.10 Uhr - frühestes Kerzenzünden
19.30 Uhr - Spätestes Kerzenzünden für Balebatim der Misrachi*
20.39 Uhr - Schabbat Eingang

Schabbat
09.06 Uhr - Späteste Zeit für Kriat Schma
09.15 Uhr - Schacharit
19.35 Uhr - Schiur Gemara
20.35 Uhr - Schiur Pirkej Avot
20.50 Uhr - Mincha, Se'uda Schlischit
21.51 Uhr - Ma'ariw, Hawdala

Sonntag
08.00 Uhr - Schacharit

Montag, Dienstag
07.00 Uhr - Schacharit

Mittwoch, Erev Tischa Be'av
07.00 Uhr - Schacharit
18.30 Uhr - Mincha
20.34 Uhr - Fastenbeginn
21.10 Uhr - Ma'ariw, Megillat Eicha

Donnerstag, Tischa Be'av
08.30 Uhr - Schacharit, Kinnot
20.00 Uhr - Mincha (mit Tallit und Tefilin!)
21.23 Uhr - Fastenende, Ma'ariw

Freitag
07.00 Uhr - Schacharit

Aktuelle Schiurim

18. Juli 2026 – 24. Juli 2026

Schabbat
19.40 Uhr: Schiur Gemara - Iwrit - nicht online

Sonntag
8.50 Uhr - Schiur Tanach - nicht online

Dienstag
7.50 Uhr - Schiur Paraschat Haschawua - Deutsch - nicht online

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