Korach
Jedes zehnjährige Kind weiß heute, wer Jitro war und welche Bedeutung er für das jüdische Volk hatte. Insbesondere die Parascha, die nach ihm benannt ist, trägt dazu bei, dass man sich in alle Ewigkeit an ihn erinnern wird.
Doch auch nach Korach, der eine Rebellion gegen Mosche führte, ist eine Parascha benannt. Wie hat er verdient, dass man sich ewig an ihn erinnern wird, wenn auch in einem negativen Zusammenhang?
In der Gemara wird berichtet, dass man von den Nachfahren von Haman in Bnei Brak Tora gelernt hat. Und wer war dies zum Beispiel? Rabbi Meir, der berühmte Tanna, der im gesamten Talmud immer wieder vorkommt und dem die Halacha oft nicht folgt, weil seine Kollegen der Tiefe seiner Argumentationen nicht folgen konnten. Wie hat Haman diesen Verdienst erworben, dass einer der wichtigsten Gelehrten des Talmud von ihm abstammt?
Wir werden nicht nur danach beurteilt, was wir tun oder nicht tun, sondern auch danach, was wir verursachen. Haman wollte alle Juden vernichten, und hat damit bewirkt, dass das ganze Volk fastete, betete und die Tora erstmals vollkommen aus freien Stücken annahm. Außerdem verursachte er sogar, dass viele Nichtjuden sich dem jüdischen Volk anschließen wollten. Dieser große Verdienst hat, trotz seiner schlimmen Pläne, gereicht, dass Rabbi Meir sein Nachfahre wurde.
So verhielt es sich auch mit Korach, der gegen Mosche rebellierte und seine g'tteserwähltheit, und damit auch den g'ttlichen Ursprung der Tora, leugnete und schlussendlich vom Erdboden verschluckt wurde. Trotz seiner schlimmen Taten verursachte er doch zu einer Stärkung des Glaubens an den g'ttlichen Ursprung der Tora und und diesem Verdienst wurde eine Parascha nach ihm benannt und sein Name wird daher für Ewig in Erinnerung bleiben.
Schlach Lecha
Es gibt einen oft zitierten scheinbaren Widerspruch zwischen zwei Bemerkungen von Raschi zur Parascha dieser Woche. Einerseits erklärt Raschi, dass die Kundschafter, die das Land Israel beobachten sollten, bei Aufbruch zur Mission angesehene, "koschere" Menschen waren. Als sie zurückkamen und schlecht über das Land sprachen, betont Raschi jedoch, dass sie bei der Abfahrt so schlechte Intentionen hatten, wie bei der Rückkehr.
Raw Jehuda Assad stellt zusätzlich die Frage, weshalb die Tora erwähnt, dass die Kundschafter sich "aus der Wüste Paran" auf den Weg machten?
Als Jischma'el nach der Vertreibung durch Awraham in der Wüste verdurstete, gab es im Himmel eine Diskussion, ob ihm geholfen werden soll, wenn er und seine Nachkommen dem jüdischen Volk doch viel Leid bringen würden. Doch G'tt entschied, dass er zu diesem konkreten Zeitpunkt ein Zadik war und daher gerettet werden müsste. Dieses Konzept, dass man Menschen nach ihrem gegenwärtigen Zustand bewertet und nicht zukünftiges sündiges Verhalten in Betracht zieht, wurde in der Wüste Paran anhand von Jischma'el entwickelt.
Deshalb betont die Tora, wie Raw Assad erklärt, dass die Kundschafter aus der Wüste Paran kamen - ein Hinweis darauf, dass sie zu diesem Zeitpunkt wohl schlechte Absichten hatten. Reine Absicht rechnet G'tt aber nicht zum Schlechten an, und nur anhand ihrer gegenwärtigen Taten waren die Kundschafter als Zadikim zu betrachten. Erst als sie dann sündigten wird offenbar, dass ihre bösen Absichten von Anfang an da waren und sich leider am Ende auch in Taten manifestierten.
Dieses Konzept ist auch für uns sehr wichtig. Denn wenn jemand vor und während der Jamim Noraim Tschuwa macht und betet, wird er zu Rosch Haschana und Jom Kippur nach diesem seinen gegenwärtigen Zustand beurteilt - selbst wenn er später im Jahr dann entgegen seiner Vorsätze doch sündigen sollte.
Kidduschim & Se'uda Schlischit
Die Misrachi bieten Ihnen die Möglichkeit, aus Anlass einer Jahrzeit oder eines
freudigen Ereignisses (z. B. Geburt oder Geburtstag) den Kiddusch oder die Se’uda
Schlischit zu spenden.
Schabbatzeiten 5786
Sie können die Liste mit Zeiten für alle Schabbatot und Feiertage für das Jahr 5786 als PDF-Datei herunterladen, genauso wie die Liste der halachischen Zeiten (Smanim) für das ganze Jahr.
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